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Machtspiele im Büro, wie sehen die bei Ihnen aus
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Tourne-sol  16.09.15, 14:04, Beiträge: 3
Hallo Etoblau,

dieses qualifizerte Zeugnis habe ich jetzt endlich , nach drei Korrekturen, erhalten, .

Jetzt kann ich es endlich abhaken, jetzt geht es weiter. Ich bin aber trotzdem noch geschockt.

Oh ja, Hessen wäre auch noch akzeptabel...

Vielen Dank für dein Feedback.


Zitat:
Original geschrieben von Etoblau
Ja, und bei einer befristeten Beschäftigung besteht auch keine Aussicht auf eine Abfindung. Deshalb meinte ich ja auch, Du sollst das so schnell wie möglich abhaken, ein qualifiziertes und wohlwollendes Zeugnis verlangen und Dich dann anderweitig umsehen.

Niedersachsen trifft es leider nicht...

 
Etoblau  Krone Krone Krone16.09.15, 13:25, Beiträge: 9050
Ja, und bei einer befristeten Beschäftigung besteht auch keine Aussicht auf eine Abfindung. Deshalb meinte ich ja auch, Du sollst das so schnell wie möglich abhaken, ein qualifiziertes und wohlwollendes Zeugnis verlangen und Dich dann anderweitig umsehen.

Niedersachsen trifft es leider nicht...
 
Tourne-sol  16.09.15, 13:01, Beiträge: 3
Vielen Dank für euer Verständnis.

Der Rechtsanwalt hat mir gesagt, dass ich da nichts machen kann, weil ich nicht mehr im Dienst bin,und weil so ein Gesamtverhalten schlecht zu beweisen ist.
Ich wohne in Niedersachsen, Regio NOM.
Viele Grüße
 
Oups  Krone16.09.15, 11:21, Beiträge: 1769
Ich habe mir deine Geschichte gerade durchgelesen und bin ziemlich schockiert. Ich denke, du hast zwar subjektiv geschildert, aber trotzdem versucht, auch auf die anderen Seiten einzugehen. Mir scheint, da hat man dir ziemlich übel mitgespielt und dein Chef Y hat eine sehr unrühmliche Position in der Geschichte, die leider keine Geschichte, sondern bittere Wahrheit ist. Du musst ziemlich viel gelitten haben in den letzten (fast) 2 Jahren.

Ich kann mich Etos Rat nur anschließen und dir wünschen, dass du bald was Neues findest. Bis dahin sollte dich eine ordentliche Abfindung zumindest finanziell etwas entschädigen.
 
Etoblau  Krone Krone Krone16.09.15, 11:05, Beiträge: 9050
Deine Geschichte, liebe Sonnenblume, habe ich gestern Abend noch gelesen. So etwas kann einen nur traurig machen. Auch wenn Du sicherlich eine subjektive Sichtweise auf die Dinge hast, so bist Du zu Recht sehr enttäuscht davon, wie man Dich behandelt hat. Hier wurde das Wort "Fairness" sehr klein geschrieben. Du hast einen gangbaren Weg zur Konfliktlösung gesucht und wurdest von der Emotionalität Deiner "Gegenspieler" überrannt. Und Du hattest niemanden, der Dir den Rücken gestärkt hätte. Schade, dass sich auch Euer Betriebsrat nicht kooperativ gezeigt hat... Das sollte anders sein.

Sprich mit Deinem Rechtsanwalt und versuch, finanziell so viel wie möglich aus der Sache rauszuholen. Und dann hak diese unschöne Geschichte ganz schnell ab - das Unternehmen hat Dich nicht verdient, Du suchst Dir einen neuen Job, in dem Du mehr respektiert wirst und Deine Fähigkeiten mehr geschäftzt werden.

Darf ich fragen, in welcher Region Du angesiedelt bist? Wir suchen hier aktuell eine Assistentin im Personalbereich, sind ein französischer Konzern und aus Deinen Formulierungen sowie aus Deinem Namen meine ich herauslesen zu können, dass Du ebenfalls französische Wurzeln hast.
 
Tourne-sol  15.09.15, 20:10, Beiträge: 3
Seit 11.2013 arbeitete ich bei der Firma X im Backoffice NL, wo ich für die Abrechnung zuständig war. Ich wurde als Krankheitsvertretung für TH, die seit längerer Zeit krank war eingestellt, über eine Zeitarbeitsfirma, ab März 2014 wurde ich mit einem befristeten Vertrag bis zum 30.06.2015 übernommen.

Schon vom Anfang an gab es Schwierigkeiten auf der Abteilung, es wurde nicht klar kommunizieret, es gab keine Transparenz in diesen Arbeitsbereich, Konflikte wurden auf emotionale anstatt sachliche Ebene gelöst.
Die ersten Angriffe Ende 2013 waren direkt. Meine Jacke würde stinken, die Maus klickte zu laut... das störte den Kollegen. Es wurden Anlässe gesucht und gefunden um sich über Kollegen zu beschweren. Dies führte unweigerlich zu Gruppenbildungen, die sich gegenseitig Unterstützung und Bestätigung suchten. Es gab keine sachliche und keine 1 zu 1 Konfliktlösung zwischen Kollegen.

Im ersten Personalgespräch mit meinem Vorgesetzten, wurde mir gesagt dass meine Kolleginnen sich gemeinsam über mich beschwert hätten. Ich habe argumentiert, meine Argumente wurden angenommen.

Ich habe meinem Chef darum gebeten bei Problemen, meine Kollegen direkt zu mir zu schicken, um dies persönlich, 1 zu 1 mit mir zu klären.

Nach dem ersten Personalgespräch änderte sich die Vorgehensweise: sie wurden unterschwelliger: ausgrenzen, indirekte Andeutungen auf Schwächen, Fehlersuche, diskreditieren, lächerlich machen, usw.

Es wurde – am Liebsten vor Publikum - provoziert um eine Reaktion aus zu locken, bis eine Reaktion kam. Danach wurde sich über die Reaktion beschwert, „Na so etwas, die ist aber launisch“, „komisch, keiner mag die“, …. diese Wahrnehmungen wurden dann meinem Chef weiter vermittelt. Der hat nur beobachtet, nicht nachgefragt oder reagiert.
Da er mich nicht darauf angesprochen hat, und ich dachte, dass wenn etwas ist, ich dies selber mit meinen Kollegen klären könnte habe. Ich hierzu nichts gesagt Mein Chef glaubte das was ihm erzählt wurde und was er meinte wahr zu nehmen. Nur in dem einmal jährlichen Personalgespräch wurden diese Sachen und Beobachtungen seitens ihm angesprochen, zusätzlich zu den Beschwerden meiner Kollegien und der Teamleitung, die auf gleiche Art und Weise handelten.

Das gezielt negieren, ausgrenzen und diskreditieren geht ungestört weiter, man wird als „komisch“ und „launisch“ dargestellt. Wenn man sich wehrt wird man schließlich als Querulant in eine Ecke gedrängt sowie mit den Sätzen „sie passt nicht zu uns – sie passt nicht im Team“ ausgegrenzt.

Das dauert eine Weile bevor man so etwas durchschaut, zu diesen Zeitpunkt konnte ich das noch nicht, mir war aber klar dass es da auf der Abteilung kein gesundes Arbeitsklima gab. Der Anvisierte wechselte ab und zu, aber es war immer alle gegen einen.

Anfang 2014 gab es ein Stellenangebot auf einer anderen Abreilung. Darauf habe ich mich beworben. Dies habe ich meinem Vorgesetzten fairerweise mitgeteilt, da ich mit der Arbeit aber nicht mit dem Umfeld zufrieden war.

Diese Informationen wurden von ihm an seinem Vorgesezten, Herr Y weitergeleitet. Da hat Herr Y sich zum ersten Mal eingeschaltet.
Er führte ein Gespräch mit dem Vorgesetzten dieser Abteilung. Frau Z (HR) teilte mir später mit, dass man sich für eine andere Bewerberin entschieden hatte, die über viele Jahren Erfahrung im Vertrieb verfügt.

In einem Gespräch mit meiner Teamleiterin, , die auch von meiner Bewerbung wusste, stellte sich heraus dass die neue Kollegin an erst vor zwei Jahren Ihr Studium an der gleichen Schule wie Sie beendet hat.

Kurz nach dieser Bewerbung kam Herr Y ins Büro, guckte rund und sagte – „….und sei ein wenig nett zu einander“ – und lachte laut.

Das zweite Personalgespräch verlief wie das erste, es ergab sich keine Änderung der Situation.

Die Summierung dieser Faktoren führte Anfang März 2015 dazu, dass ich gesundheitlich zusammen brach. An meinem letzten Arbeitstag vor meinem Krankheitsausfall habe ich meinem Chef eine E-Mail geschrieben, dass ich mich von dem Gesamtverhalten auf der Abteilung gemobbt gefühlt habe.

In der Arbeitsunfähigkeitsphase hatte ich weiterhin Kontakt mit ihm um betriebliche Abläufe zu unterstützen und Wege zur Auflösung der bestehenden Situation zu erörtern.

In dieser Phase, hatte ich auch mehrmals Kontakt mit einer Beraterin über die Hotline, die mein Arbeitgeber für solche Fälle zur Verfügung stellt.

Seitdem hatte ich auch Kontakt mit Frau BT (Betriebsrat), die meine Beschwerde beim Betriebsrat eingereicht hat. Sie riet mir mein Rückkehrgespräch gut vor zu bereiten.

Daraufhin habe ich – um selber einen klaren Blick auf die Situation zu bekommen - mit Hilfe der nicht mehr gültigen Betriebsvereinbarung zur Verbesserung der Unternehmenskultur und der Werte sowie des partnerschaftlichen Verhaltens am Arbeitsplatz aus 2002 - eine Analyse erstellt, worin ich die Problematik aus meiner Sicht in Themen, Reaktionen auf Führungsebene, Reaktionen von meinen Kollegen und meine Reaktion als Gesamtverhalten, gegenüber gestellt und aufgelistet habe.

Selbstverständlich sehe ich auch ein, dass ich mit meinen Reaktionen an dem Gesamtverhalten beteiligt bin. Das möchte ich auch nicht verneinen.

In meinem Rückkehrgespräch mit meinem Chef, Frau Z und Frau BT wurde entschieden, dass Maßnahmen notwendig sind und erfolgen würden. Frau Z von der Personalabteilung war der Meinung dass die Situation auf der Abteilung, kein Problem auf Führungsebene, sondern ein Problem in Team war. Deshalb schlug sie vor, einen Workshop zu organisieren um das Team zu festigen.

Als Folge meiner Beschwerde, sollten die befristeten Verträge von mir und meinen drei Kolleginnen nur bis Ende des Jahres verlängert werden, anstatt für ein Jahr; wir sollten erstmal beweisen, dass wir als Team zusammen arbeiten könnten.

In dem gleichen Gespräch, wurde meine Anfrage mich in ein anderes Büro zu versetzen abgelehnt, ich solle durchhalten, sagte Frau Z, „das wäre weglaufen“. Sie sagte, es wurde überlegt mein Vertrag ganz einfach auslaufen zu lassen. Eine Neubesetzung der Stelle wäre aber auch keine Lösung, weil durch den Austausch der Akteure die Situation sich innerhalb von drei Monaten wiederholen würde.

Alle waren sich in dem Rückkehrgespräch einig, dass mein direkter Vorgesetzter das Problem nicht erkannt hat und immer noch nicht sah, und dass er da Unterstützung brauchte, die er auch bekommt.

In Laufe der folgenden Woche rief Herr Y der Vorgesetzte meines Chefs unser Team im Verfügungsbüro zusammen. BT2 (Betriebsrat) und Frau Z (HRM) waren dabei. Er sagte, er habe aus verschiedenen Quellen gehört, dass es hier Teamprobleme gibt, es wird ein Workshop mit einem externen Unternehmensberater organisiert werden um die Probleme zu lösen.

Herr Y betonte, dass er mit verschiedenen Kollegen persönlich über die Situation gesprochen hat. Mit mir hat er kein Gespräch gesucht.

Mir war vorher schon aufgefallen, dass er seitdem ich mich auf der anderen Stelle beworben habe mit mir kein einziges persönliches Wort mehr gesprochen hat und mich einfach negierte.

Das eine kürzere Vertragsverlängerung noch mehr Verunsicherung, Frust, Wut und Unzufriedenheit bei den Kollegen bringt ist eine natürliche Sache.
Dieser Druck wurde auch für mich sehr hoch. Darum hatte ich um ein Gespräch mit der Betriebspsychologin. Sie gab mir wertvollen Tipps und sagte mir: Ich hätte einen Samen gepflanzt, jetzt sollte ich zurücklehnen und beobachten. Ich sollte ihn nicht ständig ausgraben zum Schauen ob er keimt. Ich sollte bei mir bleiben und gut auf mich achten. Ich sollte versuchen, wenn Kollegen oder Führungskräfte mich provozierend entgegen kommen etwas Positives über die Person zu denken und zurücklehnen. Dies gelingt leider nicht immer.

Das Kollegen nun erst recht ein Ventil brauchten um diesen Druck los zu werden ist ebenso klar und verständlich. Dieser Workshop sollte an dem nächsten Montag stattfinden, der Druck erhöhte sich und erreichte am Mittwoch vor dem Workshop seinen Höhepunkt.

Eine Kollegin hatte einen Aufhänger gesucht und gefunden. Leider habe ich das in dem Moment nicht durchschaut und bin reingelaufen. Sie holte meinem Chef zu uns und zeigte sich nicht kompromissbereit, Sie sagte: “so kann sie nicht arbeiten“. Auf sein Argument, dass es jetzt Semesterende ist und die Abrechnungen raus müssen hat sie geantwortet, sie hätte schon sechs Stunden gearbeitet, sie geht jetzt nach Hause.

Am nächsten morgen kam mein Chef ins Büro und frage ob wir zu dritt kurz zusammen sprechen wollten, über die Situation von gestern. Ich habe mit ja geantwortet, meine Kollegin sagte nein. Ich zeigte mich kompromissbereit, sie wollte nicht darüber reden und bezog die beiden anderen Kollegen mit in den Konflikt.

Dann verlor sie ihre Selbstbeherrschung und schrie … ich sollte mal endlich sagen was nun ist, weil allen wissen dass ich mich beschwert habe. Ich habe geantwortet dass es zwei verschiedenen Sachen gibt: einerseits den Workshop, anderseits meine Anzeige gegen einen Gesamtverhalten was ich als Mobbing erfahre, darum soll es aber in den Workshop nicht gehen.

Daraufhin ist sie hysterisch geworden und laut weinend und schreiend rausgelaufen. Alle Kollegen sind hinterher gelaufen und haben mir zugerufen dass ich diejenige bin die mobbe. Mein Chef blieb als einziger bei mir im Büro.
Er guckte mich an uns sagte mir: Du hast Recht, es ist so wie du es gesagt hast und es ist bekannt. Sie muss schon aufpassen, sie wird beobachtet, man weiß es. Er sagte mir, er hat mit dem Externen gesprochen, ich sollte mich ruhig darauf einlassen, er hätte da Vertrauen. Der schafft das schon.

Da mein Vorgesetzter in dem Augenblick mir zeigt dass er zu mir steht und die Situation erkennt und anerkannte und da was ändern will, habe ich gute Hoffnung mit dem Workshop was Positives erreichen zu können, ich fühlte mich unterstützt und habe mich darüber sehr gefreut.
Schließlich hatten wir uns in dem Rückkehrgespräch ein gemeinsames Ziel gesetzt, wir wollten beiden etwas aus der Situation lernen und stärker raus kommen.

Er sagte mir auch dass er gesehen hat, dass meine Kollegin einen Aufhänger gesucht hat, um den Druck los zu werden.

Nach einer Weile kam meine Kollegin zurück, begleitet von ihrer Freundin. Daraufhin hat sie ihre Sachen gepackt und ist gegangen, sie "hatte einen Termin".
Da es ja Semesterende ist und die Abrechnungen raus müssen, habe ich weiter gearbeitet, bis ich im Laufe des Nachmittags ins Büro von meinem Chef gebeten wurde. Da saßen Herr Y, Frau Z und Frau BT und mein Chef.

Herr Y sagte mir, er hat sich entschieden die Verlängerung meines Vertrages zurück zu ziehen, da ich ja noch nicht unterschrieben habe, ginge das problemlos.

Sowohl Frau Z von der Personalabteilung als er fragten mich, ob ich wüsste warum. Ich habe geantwortet, dass ich dachte aufgrund der aktuellen Situation.

Herr Y erkärte dass meine Kolleginnen bei ihm gewesen sind und sich gemeinsam über mein Verhalten beschwert haben. Das ginge gar nicht. Eine Kollegin die am Semesterende wegen so etwas 2 Tage nicht arbeiten kann. Er sagte mir, ich hätte ihr gesagt dass ich mich von ihr gemobbt gefühlt habe. Ob das stimmt. Dann haben beiden mich gefragt ob ich die Kollegen mobbe oder die Kollegen mich, das sollte ich mir mal überlegen.

Darauf habe ich geantwortet dass es hier um ein Gesamtverhalten geht und dass Menschen auf einander reagieren. Beiden sagten genau, deswegen haben sie entschieden mich raus zu holen, weil sie die Betriebsruhe wollen, es ist Semesterende, sie können keinen Störenfried wie ich gebrauchen. Ich wäre bei der Firma X nicht mehr willkommen, ob mir das klar war?????

Da ich ja viele Überstunden und Gleitzeit erarbeitet habe, konnte ich gehen. Ich sollte nicht mehr an dem Workshop mit dem Unternehmensberater teilnehmen. Die dann noch fehlende Arbeitszeit bis Ende des Monats wollte Herr Y mir großzügig schenken.
Ich habe ihm dann noch gesagt, dass ich mir gewünscht hätte, das er mich auch gefragt hätte was gelaufen ist bevor er eine Entscheidung getroffen hätte. Er antwortete dass es das zur Kenntnis nimmt, dass er aber trotzdem bei seiner Entscheidung bleibt.

Ich sei bei der Firma X nicht mehr willkommen, ich konnte meine Sachen packen und gehen.

In meinem Abschiedsgespräch beim Rausgehen sagte mein direkter Chef mir auch, dass es schade ist dass ich jetzt gehen müsste. Wir wollten schließlich die Sache gemeinsam angehen. Er sagte, dass allen nun bei ihm gucken und die Verantwortung alleinig bei ihm gelegte werden soll. Für ihn sei die Sache noch nicht erledigt, wurde ihm gesagt.

Ich fragte mich, warum? Warum so knapp vor diesem Workshop? Zwei Arbetistage vor dem Workshop..? Warum benutzt Herr Y den Druck, die Ängste meiner Kollegen als Aufhänger um mich als Querulant hin zu stellen?

Dieser Workshop war doch gemeint um Konflikte zu lösen? Warum jetzt? Wovor hat er Angst?

Kann es sein, dass er seinen eigenen Anteil in diesem Gesamtverhalten nicht wahr haben will? Schließlich wusste er vom Anfang an was los war, immerhin hat er diese Abteilung früher selber geführt. Im Gegensatz zu meinem Chef hatte er ja die Situation durchschaut und hat nichts gemacht um sie zu ändern.

Dieses Verhalten weckt bei mir den Eindruck, dass eine Lösung von Herrn Y nicht erwünscht ist.

Er zeigt meinen Kollegen, mit seiner Verhalten, dass es im Backoffice erwünscht ist, mit den Ellenbogen zu arbeiten, anstatt mit den Stärken und Kompetenzen der Kollegen und dass dabei alle Mitteln erlaubt sind.

Er übermittelt Kollegen in meiner Situation die Botschaft zu: schweigen und sich vor allem nicht zu wehren. Er lebt das Gesamtverhalten vor, was in diesem Moment im Backoffice unter meinem Chef herrscht.

Nach en paar Tage habe ich dem Vorstand der Firma X diesen Brief geschrieben und Sie gebeten ein zu greifen und die Entscheidung rückgängig zu machen.
Als Antwort bekam ich von der Führungskraft von Herrn Y(im Auftrag vom Vorstand) dass die Firma bei Ihrer Entscheidung bleibt. Ihr war jedoch wichtig dass ich mich als ausscheidende Mitarbeiterin gerecht behandelt fühle, deshalb wollten Sie mir ein Gespräch anbieten mit Herrn Y und Frau Z, drei Wochen und einen Tag nach dem Tag meiner Kündigung, also nach der gesetzlichen Frist zur Klage. Ich habe mich bedankt für die Einladung... die hat ja schließlich wenig Sinn wemm im Voraus feststeht dass egal was ich sage nichts an dieser Entscheidung ändert.

Ich hatte nachträglich noch einen Termin bei einem Rechtsanwalt. Der sagte, dass er feststellt dass viele große Unternehmen nach außen zu groß prahlen mit Unternehmenswerten, dass die Werten innerhalb der Firma leider nicht gelebt werden. Dass auch Betriebsräte sich wenig Mühe geben für befristete Mitarbeiter. So auch meine Erfahrung!
 
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