Rat & Tat / Ärger im Büro

» Zurück zur Rubrik Ärger im Büro
» Forum AGB

Neuorientierung wegen "Büroärger"
»  Letztes Thema
schumi  19.04.16, 09:10, Beiträge: 143
Hallo liebe Kollegin,
ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen und drücke Dir auch von meiner Seite ganz fest die Daumen. Es liest sich allerdings so, als würdest vom Regen in die Traufe kommen. Wenn Du schon beim Vorstellungsgespräch vorgewarnt wirst, dass die Dame - nun ja - speziell ist, dann kannst Du Dich auf was gefasst machen. Das System, dass Deine jetzige Vertretungs-Chefin anwendet, kommt mir sehr bekannt vor. Du machst Deine Arbeit alles andere als schlecht. Sie will demonstrieren, dass sie der Chef im Ring ist und offensichtlich kann sie das nur über Meckern. Sie hat keine Sozialkompetenz und von Menschenführung offensichtlich keinen blassen Schimmer. Ich war auch einmal in genau dieser Situation. Mein Vorgesetzter ist aufgestiegen und wusste nicht, wie er sich positionieren sollte, wie er seiner neuen Rollen gerecht werden sollte. Also hat er sich 1 1/2 Jahre an mir abgearbeitet. Ich könnte es auch Mobbing nennen. Nichts war gut genug, dabei kommunizierte er nur die Hälfte. Aber das war der Trick an der Sache. Solange ich keinen 100%-igen Auftrag hatte, konnte ich auch die Arbeit gar nicht so abliefern, dass das gewünschte Ergebnis dabei herauskam. So hatte er immer einen Grund, zu meckern. Warum sollst Du denn aufgeben und vielleicht eine noch schlimmere Chefin ertragen müssen? Versuche doch erst einmal mit der Dame klar zu kommen!!! Ich würde mit ihr sprechen. "Ich lasse mir meine Arbeit von Ihnen nicht schlecht reden." Frau X und ich sind ein gutes Team und aufeinander eingespielt. Es hat immer alles super funktioniert. Ich glaube, niemand kann es Ihnen recht machen. Überlegen Sie bitte, wie Sie denn nun was wollen und lassen es mich wissen. Für irgendwelche Spielchen bin ich mir zu schade. Das ist mir zu anstrengend." Sollte Sie es weiter versuchen, würde ich sie einfach auflaufen lassen. "Haben Sie Ärger? Sie sehen so gestresst aus. Lassen Sie mich wissen, wenn ich Sie unterstützen kann." Das nimmt ihr dermaßen den Wind aus den Segeln, dass sie handlungsunfähig ist. Bedenke: Diese Typen hast Du überall!!!

Viel Erfolg und liebe Grüße
schumi
 
Oups  Krone04.03.16, 14:58, Beiträge: 1769
Ich drücke dir mal die Daumen, dass das mit dem 3. Gespräch nach deinem Sinn klappt. Und dann würde ich mich auf das Gespräch mit der Ersatzchefin freuen. Toi, toi, toi.
 
pocodocjack  01.03.16, 13:47, Beiträge: 4
Das klingt nach einem perfekten Plan! Genau so werde ich es machen.
Ich denke der Aufstieg ist das, was mich beflügelt hat, das Thema mit der "neuen" Chefin zu überdenken. Und natürlich, die Tatsache, am Ende des Monats mehr Geld auf dem Konto zu haben.
 
Etoblau  Krone Krone Krone01.03.16, 13:27, Beiträge: 9050
Es freut mich, wenn es Dir schon etwas besser geht.
Sprich Deine Chefin nochmal auf ein klärendes Gespräch an. Wenn sie sich dann wieder hochnäsig gibt, dann sag ihr, dass das Gespräch für die weitere Zusammenarbeit unabdingbar ist. Am besten machst Du das allerdings, wenn Du die Zusage der Alternative bereits in der Tasche hast, denn dann kannst Du sie direkt mit der Kündigung "überraschen"... Für mich klingt das nämlich so, als wenn sie sich überhaupt nicht vorstellen kann, dass Du gehst. Wie Pokerface schon sagte: Die Vorteile eines Aufstiegs sind nicht von der Hand zu weisen. Lass Dir einen Zeugnisentwurf, den Du erstellst, von Deiner bisherigen Chefin abzeichnen. Und gib in der Personalabteilung ruhig bekannt, warum Du Dich mit Abwanderungsgedanken trägst. Menschen wie Deine derzeitige Chefin haben nämlich nichts in Führungspositionen zu suchen. Sie kühlt ihr Mütchen auf Deine Kosten und päppelt ihr mangelndes Selbstbewusstsein daran auf, dass sie Dich von oben herab behandelt und abkanzelt. So etwas hat kein Mensch verdient, das muss man sich nicht widerspruchslos gefallen lassen.
 
pocodocjack  01.03.16, 13:27, Beiträge: 4
Hallo Pokerface,

ja das dachte ich mir auch. Das schöne ist: ich hatte mich beworben und während des zweiten Gesprächs wurde mir gesagt, dass die Dame nicht einfach sei (sie hasst Umgangssprache, achtet sehr auf äußeres und ist viel unterwegs. Ergo: ich werde sie nicht mit: "ey alder" ansprechen, gepflegtes Äußeres ist so oder so keine Diskussion in der Position und alleine arbeiten finde ich nun nicht sehr schlimm :) ) aber sollte es eben überhaupt nicht passen, wären noch zwei weitere Stellen zu besetzen. Ich gehe also mal von einen Zusage aus. Außerdem wurden mir noch Tipps und Ratschläge vom Personalchef gegeben, wie ich mit ihr umgehen soll.

Ich danke euch beiden , dass ihr mir so geholfen habt. Ich sehe jetzt auf jeden Fall klarer... wie war das mit den Bäumen und dem Wald? :)
 
Pokerface  Krone Krone01.03.16, 13:13, Beiträge: 2137
Also anhand dieser Aussichten würde ich das dritte Gespräch abwarten. Wenn es passt, würde ich meine Chancen zum Aufstieg nutzen. So eine Chance bekommt man auch nicht alle Tage.
 
pocodocjack  01.03.16, 13:06, Beiträge: 4
Hallo Etoblau,

danke für deine schnelle Antwort.

Ja, in der Tat kann es das sein. Sie ist eben vom Charakter GANZ anders. Allerdings versteht sie sich mit der Chefin wunderbar.
Ich hatte schon mit ihr gesprochen - das hätte ich erwähnen sollen. Sie weiß selbst noch nicht, ob sie wieder zurück kommt. Momentan ist sie "nur" krank, aber wenn es sich verschlechtert, wird sie nicht mehr kommen. Das war auch schon einige Zeit abzusehen.

Ein Gespräch mit der Vertretung habe ich gesucht. Sie war nicht interessiert. Sie meinte, ich sei zu empfindlich. Ja vielen Dank :D
Genau das ist es! Wenn ich es nicht kläre, habe ich für immer dieses Gefühl. Ich brauche meine Abschlüsse um damit emotional nicht belastet zu sein.

Ich dachte daran, dass ich das letzte Gespräch abwarte. Es kann ja auch sein, dass ich überhaupt nicht mit der neuen Vorgesetzten zusammen passe und dann hätte ich das selbe Problem in grün.

Nochmal danke, dass du so schnell geantwortet hast. Mir geht's schon ein bisschen besser irgendwie.
 
Etoblau  Krone Krone Krone01.03.16, 12:58, Beiträge: 9050
Kann es sein, dass Deine Vertretungschefin von dem sehr guten Verhältnis zwischen Dir und Deiner eigentlichen Vorgesetzten weiß? Und auch weiß, dass zwischen Euch beide kein Blatt Papier passt und sie aus ihrer Sicht keine Chance hat? Das würde ihr Verhalten Dir gegenüber erklären: eher etwas niedermachen und klein halten als 2. Wahl sein? Und Du bist ein willkommenes "Opfer"... Das ist nur Spekulation, vielleicht hat sie wirklich eine andere Arbeitweise und kommt mit Deiner nicht klar. In jedem Fall solltest Du sie offen und emotionslos ansprechen, wenn Du wieder einen Anschiss von ihr bekommen hast. Bleib aber bitte objektiv und lass Dich nicht provozieren. Möglicherweise klärt sich ja dann noch was. Denn auch, wenn Du die Stelle in der freien Wirtschaft annehmen solltest, dann wirst Du ohne ein klärendes Gespräch immer das Gefühl haben, gekniffen und ein Problem nicht gelöst zu haben.
Was Deine eigentliche Chefin anbetrifft, so würde ich Kontakt mit ihr aufnehmen und ihr erklären, was Dich bewegt. Und wenn sie Dir sagen kann, dass sie bald zurück kommt, dann hat sich das Problem ja gelöst. Allerdings solltest Du in Erwägung ziehen, dass Du aufsteigen und mehr verdienen könntest.
 
Letzte Änderung: 01.03.16, 12:59
pocodocjack  01.03.16, 12:44, Beiträge: 4
Hallo Zusammen,

ich habe mich nun auch mal angemeldet, da ich mir in der letzten Zeit viele Beiträge durchgelesen habe und diese auch oft geholfen haben.

Mein Problem ist folgendes:
Ich arbeite in der Verwaltung als Assistentin der Bereichsleitung. Nun ist meine Chefin auf unabsehbare Zeit krank gemeldet (ob sie wieder kommt ist die große Frage) und ich komme mit der Vertretung nicht klar. Die Dame ist im Gegensatz zu meiner eigentlichen Chefin überhaupt nicht auf meiner Wellenlänge, lässt ständig Spitzen los und macht mich und meine Arbeit (über die es laut meiner Chefin nie etwas schlechtes zu sagen gab) immer runter.
Ich habe morgens keine Lust aufzustehen und über eine Stunde zu meinem Arbeitsplatz zu fahren, geschweige denn habe ich Lust etwas für die Vertretung zu tun, was nicht in meinem Aufgabenbereich liegt. Für meine Chefin habe ich auch private Dinge erledigt oder ihr mal den Kaffee oder Tee gerichtet, etc. Das alles mache ich für die Vertretung "nicht richtig". Kaffee zu süß, zu kalt, zu falsch oder eben einfach nicht die richtige Teetemperatur. Sie lässt mich nicht einmal mehr die Eingangspost machen, da sie der Meinung ist, ich würde das falsch machen...
Ich zweifle langsam an meinen Fähigkeiten und bin mehr als nur ein bisschen demotiviert. Dazu kommt, dass ich mich ständig (also jeden Monat) mit der Buchhaltung rumärgern muss, da etwas an meinem Gehalt nicht stimmt. Das raubt mir unfassbar viel Zeit und Nerven!

Nun habe ich mich mal initiativ bei einem großen, bekannten Lebensmittelunternehmen beworben. Die ersten beiden Gespräche haben statt gefunden, das dritte (bei dem ich meine zukünftige Vorgesetze kennenlernen soll und das Gehalt verhandelt wird) soll in der kommenden Woche sein.
Ich würde mehr verdienen, hätte mehr Verantwortung und einen größeren Kollegenkreis. Außerdem steige ich auf (Assistenz der Geschäftsführung).
Auf der anderen Seite möchte ich meine Chefin hier nicht im Stich lassen. Ich mag sie sehr gerne und überlege immer, was sie ohne mich machen würde (ersetzen, klar. Aber ob sie bei Rückkehr schnell jemanden findet?)

Was sagt ihr dazu? Bei Zusage der anderen Firma wechseln? Bleiben und alles "stumm" ertragen?
Die größere Verantwortung ist für mich das größte Hindernis ja oder nein zu sagen, da eben momentan quasi alles schief geht laut Aussage. Ich empfinde das allerdings nicht ganz so. Meinen Job mache ich doch trotzdem gut.
 
Zum Forum wechseln:

© 2000 - 2017 sekretaria.de WEKA MEDIA GmbH & Co. KG

  • Folgen Sie uns auf: