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Arbeit ohne Ende und kein Ausgleich für die Überstunden
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pegattac  17.05.16, 12:53, Beiträge: 364
Hallo Hexe,
seit dem 01.01.2015 gilt auch das Mindestlohngesetz. Wenn du mit deinen gearbeiteten Stunden und dem Geld was du dafür bekommst, unter den Mindestlohn von 8,50 € /Stunde fällst, kann dein Arbeitgeber auch große Probleme mit dem Zoll bekommen. Vor allem, wenn es keine Möglichkeit gibt, die Überstunden durch Freizeitausgleich abzubauen.
 
Etoblau  Krone Krone Krone17.05.16, 10:11, Beiträge: 9050
Kitten, bei Tarifangestellten ist die Arbeitszeit im Normalfall über den Tarifvertrag und das Arbeitszeitgesetz geregelt (s.u.). Die Vereinbarung bzgl. der Überstunden, die Du hier ansprichst, gilt für nicht tarifgebundene Unternehmen (als Großbäckerei wird das Unternehmen aber bestimmt im Arbeitgeberverband sein) oder für AT'ler.
 
AtomicKitten  Krone12.05.16, 13:04, Beiträge: 1541
hexe was steht denn in deinem Arbeitsvertrag? Dort muss drin stehen, in wie weit Überstunden gemacht werden dürfen oder nicht und wie diese angerechnet bzw. vergütet werden usw. Sollte nichts dazu im AV stehen brauchst du auch keine Überstunden zu machen.
 
Phil  Krone Krone12.05.16, 12:36, Beiträge: 2882
Das Arbeitszeitgesetz zusammengefasst:
1) Acht Stunden am Tag
2) Die Arbeitszeit kann auf 10 Stunden am Tag verlängert werden, wenn "im Durchschnitt" nicht mehr als 10 Stunden pro Werktag (also 50 Stunden pro Woche) erreicht werden.
Mit 250 Stunden bist Du da definitiv drüber, und dein Chef (nicht Du) könnte mit heftigen Bußgeldern belegt werden.

Mein Tipp wäre aber: Such Dir sofort was neues.
Ein Chef, der sich so wenig um seine Mitarbeiter schert, und sie so ausbeutet, hat Dich nicht verdient.
 
Etoblau  Krone Krone Krone12.05.16, 09:35, Beiträge: 9050
Schau mal bitte ins Arbeitszeitgesetz, da sind zumindest die maximalen täglichen Arbeitszeiten geregelt.
Und ansonsten gibt es ein wunderbares Wort mit 4 Buchstaben: nein! Wenn Dein Feierabend naht und noch etwas dringend erledigt werden muss, dann muss das halt bis zum nächsten Tag warten. Ich nehme an, es gibt bei Euch keine Personalvertretung, so dass Du Einzelkämpfer bist. Überleg Dir, ob es geschickt ist, Deinem Chef einen Vereinbarungsentwurf vorzulegen, in dem Du regelst, dass die Stunden, die Du über Deine normale Arbeitszeit hinaus leistest, in Freizeit abgegolten werden.
 
hexe20  11.05.16, 21:14, Beiträge: 17
Liebes Forum,
nun brauche ich auch noch einmal Euren Rat: Ich arbeite jetzt seit 14.1. in der Verwaltung einer Großbäckerei. Eigentlich ein toller, interssanter Job, wenn nur die vielen Überstunden nicht wären. Vereinbart sind 168 Stunden pro Monat, seit ich dort bin, komme ich jeden Monat auf knappe 250 Stunden. Ich erhalte keinen Ausgleich dafür. Weder Freizeit noch Bezahlung. Ich habe schon zwei mal das Gespräch mit meinem Chef gesucht und werde immer wieder vertröstet.
Ich möchte aber den Job auch nicht wieder verlieren - bin doch froh noch was gefunden zu haben in meinem Alter (51). Ich habe ein halbes Jahr Probezeit und sowieso nur einen befristeten Vertrag für 1 Jahr.
Was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Wie kann ich in ein weiteres Gespräch mit meinem Chef gehen? Was für Argumente kann ich benutzen?
Bin für jeden Tipp dankbar.
Ich weiß, ich kann auf Eure Hilfe zählen! Tausend Dank vorab.
Liebe Grüße
 
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