Rat & Tat / SOS Kollegin in Not

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Nein sagen, aber wie?
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M0neyPenny  12.06.15, 10:14, Beiträge: 6
Vielen Dank für die Weitergabe eurer Erfahrungen. :)
Nein sagen ist schon so eine Sache!
 
curious  Krone11.06.15, 08:49, Beiträge: 1775
Ja Claudi dieses Nein-Sagen muss man erst lernen und sei es auch durch schlechte Erfahrung. Eine Kollegin und ich wird sind momentan auch noch im Lernprozess, aber es klappt immer besser mit dem Neinsagen und man fühlt sich sauwohl dabei.
 
claudi81379  09.06.15, 12:09, Beiträge: 1
Smile
Liebe MOneyPenny,
Ich kann Etoblau und Pokerface nur zustimmen.
Besser ist es auf jeden Fall schon vorher genau abzugrenzen was möglich ist und was nicht. Wenn du schon mitten im Chaos steckst hilft Dir nämlich keiner mehr raus. Das ist leider so.
30 Jahre in dem Job haben mich gelehrt klar und deutlich auch mal nein zu sagen - ich kann nur sagen: es entspannt mächtig!
Ganz viel Spaß weiterhin bei deinem Job und hab den Mut NEIN zu sagen. Immer recht höflich aber doch bestimmt! Liebe Grüße aus München - Claudia
 
M0neyPenny  05.06.15, 10:07, Beiträge: 6
Vielen Dank Etoblau & Pokerface für eure ehrlichen Statements.
Nachdem ich nochmals nachgedacht habe, ist mir auch klar geworden, dass ich eine solche Aufgabe nicht ablehnen kann. Aber ich muss Unterstützung fordern, wenn ich sie brauche und nicht alles auf mich alleine laden. So werde ich wohl vorgehen und versuchen zu argumentieren.
Auch wenn mir jetzt schon sehr weitergeholfen wurde, nehme ich gerne weitere Meinungen an, um mir ein umfangreiches Bild zu machen.
Vielen Dank & ein schönes Wochenende euch allen! :)
 
Etoblau  Krone Krone Krone03.06.15, 13:34, Beiträge: 9050
Gar nicht so einfach...
Wenn ich Dich recht verstanden habe, dann ist dieses Event eine Prestigeveranstaltung. Von daher würde ich die Übernahme der Vorbereitungsarbeiten in gar keinem Fall ablehnen. Was Du aber sehr wohl machen kannst:
1) Fragen, welche Arbeiten Du während der Vorbereitung abgeben kannst (mit Hinweis auf Deine unentgeltliche Mehrarbeit und auf's Arbeitszeitgesetz).
2) Deinem Chef sagen, dass Du aufgrund Deiner erst kurzen Betriebszugehörigkeit gerne jemanden im Orga-Team hättest, der das Event schon mal gestemmt hat.
3) Mindestens eines der anderen Events, die Du zu betreuen hast, in andere Hände geben.

Was bei Euch in der Firma betrieben wird, nennt sich Ausbeutung - schlecht bezahlen, dafür die Leute dann aber mit so viel Arbeit zuschütten, dass sie mehr oder weniger freiwillig Mehrarbeit leisten, für die es keine Kompensation gibt. Lass Dich deshalb auf keine Diskussion ein, dass Du dieses Event durchaus noch "nebenher" schaffen könntest. Tritt selbstbewusst auf und mach Deinem Chef klar, dass Du mehr als Deinen Beitrag zum Wohl der Firma leistest, die Zeiten der Leibeigenschaft allerdings der Vergangenheit angehören.
 
Pokerface  Krone Krone03.06.15, 13:32, Beiträge: 2136
Hallo MoneyPenny,

ich persönlich würde solch eine Aufgabe nicht ablehnen, zumal dann nicht, wenn diese Aufgabe tatsächlich von Jahr zu Jahr in den Assistenzen wandert. Ich hätte ein viel zu großes Problem damit, dass ich mich hier bloßstellen würde.

Wenn die Aufgabe aber tatsächlich so umfangreich und vielfältig ist, würde ich dem Chef beim Mitarbeiter-Gespräch auch direkt sagen, dass ich diese Aufgabe aufgrund meiner vielfältigen anderen Tätigkeiten (die Du ja sicher benennen kannst) nicht alleine stemmen kann und ein größeres Team um mich herum benötige oder andere qualifizierte Unterstützung.

Ich plane in unserer Firma auch die Events und weiß daher aus Erfahrung, wie viel Zeit die Vorbereitung in Anspruch nehmen kann. Ich weiß aber auch, dass ein Jahr Vorbereitung sehr viel Zeit ist, in der man immer wieder zwischendurch an vielen Sachen arbeiten kann. Vielleicht hast Du einfach auch nur viel zu viel Respekt vor der Sache an sich? Das soll keine Unterstellung sein, sondern Dich lediglich zum Nach- bzw. Überdenken der Sache anregen.

Das ist meine Meinung zu diesem Thema.

Liebe Grüße
Pokerface
 
M0neyPenny  03.06.15, 13:09, Beiträge: 6
Zitat:
Original geschrieben von M0neyPenny
Liebe Grüße eure M0ney Penny

 
Letzte Änderung: 03.06.15, 13:12
M0neyPenny  03.06.15, 13:08, Beiträge: 6
Hallo liebe Kollegen,
ich stehe voraussichtlich bald vor der Übernahme einer Mamut-Aufgabe, zu welcher ich gerne euren Rat hören würde.

In unserer Firma gibt es jährlich ein großes Event für all unsere bestehenden und zukünftigen Kunden. Die Organisation hierfür liegt in jedem Jahr bei einem anderen Assistenten. Das Event dauert 2 Tage und die Vorbereitungen dafür sind wirklich sehr umfangreich, da unser Chef speziell hier ein absoluter Perfektionist ist. (Handschriftliche VIP-Einladungen, diverse Gastpräsente, aufwendige Unterhaltungsshows etc.)

Eigentlich ist der Job für eine einzelne Person, wohlgemerkt neben der normalen Arbeit, gar nicht mehr zu schaffen, da die Veranstaltung von Jahr zu Jahr wächst. Auch die Vorbereitungen dazu beginnen schon 12 Monate im Voraus. Deshalb hat man sich bereits in diesem Jahr entschieden ein Orga-Team aus 3 Personen zu gründen, von dem ich auch teil war/bin, um alle Schritte für das nächste Jahr aufzunehmen.

Nun habe ich in diesem Jahr nur einen kleinen Teil beigetragen und weiß, dass hier noch viel mehr Aufwand dahinter steckt der Hauptansprechpartner zu sein. Nächstes Jahr wäre dann, wie schon öfter im Gespräch gefallen, ich an der Reihe die Leitung des Teams zu übernehmen, was mir aktuell große Sorge bereitet.

Ich bin noch sehr jung und frisch in diesem Beruf und mir fehlt die Erfahrung. Außerdem weiß ich, dass es bei meinem jetzigen Arbeitspensum für mich kaum möglich sein wird, diese enorme Aufgabe nebenbei zu stemmen. Der Kollegen dem die Aufgabe in diesem Jahr übertragen wurde, ist nicht halb so ausgelastet wie ich in seiner Position, weswegen es für ihn auch nur halb so schwer war, alles unter einen Hut zu bekommen. So kann ich vor meinem Chef aber natürlich nicht argumentieren! Außerdem bin ich in diesem Jahr schon mit zwei weiteren Events betraut worden, die ich 2016 wohl auch wieder übernehmen werde.

Nun habe ich Ende Juli mein Mitarbeitergespräch und habe Angst, dass mir die Aufgabe somit offiziell übertragen wird. Leider bin ich sehr schlecht im Nein sagen und traue mich hier oft viel zu wenig!

Ich weiß nicht, ob ich es mir in so einer Situation herausnehmen kann, die Aufgabe abzulehnen, aber wahrscheinlich eher nicht. Klar kann ich argumentieren, dass ich viele andere Projekte habe, die mir die Zeit dazu wegnehmen, da aber noch keiner meiner Vorgänger abgelehnt hat, vermute ich, dass dies als Faulheit, oder zu wenig Engagement gewertet wird. Obendrein bin ich auch erst seit einem Jahr in der Firma tätig, also auch noch nicht so etabliert in meinem Status im Unternehmen. Trotzdem habe ich, wie sicher viele von uns, Unmengen von Überstunden die ich nicht ausbezahlt bekomme und wegen mangelnder Zeit auch unmöglich alle abfeiern kann. Gerne opfere ich auch mal meine private Zeit für die Firma, möchte aber wegen der unzureichenden Vergütungsmöglichkeiten einen gewissen Rahmen halten. (Am Schluss wird es meistens nicht gedankt, dass weiß ich schon aus persönlicher Erfahrung.)

Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt um mehr Verstärkung zu bitten, oder mich erneut für die Unterstützung im Team, aber nicht für die Leitung vorzuschlagen.

Eine andere Variante wäre den Job erst einmal auf mich zukommen zu lassen und anzunehmen. Sollte ich dann Hilfe benötigen, was ich zu 90 % brauchen werde, muss ich mich dann eben rechtzeitig an meinen Chef wenden.

Was haltet ihr für die bessere Strategie?

Kann man so eine zusätzliche Aufgabe überhaupt ablehnen?

Wie kann ich meinem Chef sagen, dass ich befürchte das Pensum nicht zu schaffen, ohne unengagiert zu wirken?

Ich wäre euch für einen Erfahrungsaustausch sehr dankbar.

Liebe Grüße eure M0ney Penny
 
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