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tina-c  13.12.16, 16:43, Beiträge: 244
Glückwunsch ! Manchmal kommt alles anders, als man denkt. Und sollte es doch stimmen mit dem Englisch, zahlen sie dir sicher auch einen Englischkurs ;-)
Es gibt viele Chefs, die in Gesprächen das Gegenüber testen. Ich wurde mal von einem Headhunter drauf vorbereitet, dass einer der Chefs gern testet und ich auf alles vorbereitet sein soll, was nicht geht, weil ... was ist ALLES ? Es gab aber keine Abschweifungen oder seltsamen Fragen.
 
CosimaZ  09.12.16, 18:28, Beiträge: 158
Auch von mir herzliche Glückwünsche zu Deiner neuen Stelle. Ich hoffe, dass sich Deine Vorstellungen erfüllen werden.
Mich persönlich würde eine solche Begründen nicht wirklich zufrieden stellen und ich würde mir vielleicht doch noch mal überlegen, ob ich evt. ein paar Stunden zum Schnuppern kommen könnte.
 
Etoblau  Krone Krone Krone07.12.16, 17:44, Beiträge: 9050
Auch von mir herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe, dass Du bei der neuen Stelle alles findest, was Du suchst und bisher vermisst hast.
 
Pokerface  Krone Krone07.12.16, 16:29, Beiträge: 2137
Okaaaaayyyy.....
Dann gratuliere ich Dir jetzt mal ganz herzlich.
Auch wenn ich das Verhalten beim Vorstellungsgespräch etwas seltsam finde. Aber das ist meine rein persönliche Meinung.
Wünsche Dir alles Gute und viel Erfolg in der neuen Firma. Herzlichen Glückwunsch.
 
pinkie1234  07.12.16, 15:28, Beiträge: 16
Smile
Hallo ihr lieben,
ich bin immer noch völlig aus dem Häuschen....
Habe heute total unerwartet die Zusage für die Stelle bekommen! Ich freue mich so dermaßen und könnte auf und ab springen 😀 😀
Bezüglich des etwas seltsamen Verhaltens wurde mir erklärt, dass sie sehen wollten, ob sie mich damit aus dem Konzept bringen können 🤔
Jetzt muss ich nächste Woche nur noch mit dem jetzigen Chef sprechen, dann wird es offiziell 😊
Viele Grüße
Pinkie
 
Pokerface  Krone Krone06.12.16, 12:02, Beiträge: 2137
Wahrscheinlich ist es dann wirklich besser so. Wäre auch nicht so prickelnd, wenn Du die Stelle bekommen hättest und dann dem Druck nicht gewachsen wärst, bzw. mit Deinem neuen Chef überhaupt nicht klar kommst.
Kommen auch noch andere Gelegenheiten.
 
pinkie1234  06.12.16, 10:56, Beiträge: 16
Hallo,
hatte nun gestern das Vorstellungsgespräch für die Stelle.
Lief nur leider absolut nicht so, wie es hätte laufen können. Der eine Chef war derart arrogant und herablassend, während der andere eigentlich sehr nett war. Desweiteren wurde gleich zu Anfang gesagt, dass die Stelle Anfang nächsten Jahres noch mehr Aufgaben im internationalen Bereich hinzubekommen soll, daher wirklich verhandlungssicheres Englisch vorausgesetzt wird. Nun von da an wollten sie das Vorstellungsgespräch komplett in englisch weiterführen, womit ich leider nicht dienen konnte...
Als Fazit muss ich ehrlich sagen, dass ich nicht unglücklich darüber bin, nicht die optimale Bewerberin für die Stelle zu sein, da die Arbeitslast ab nächsten Jahr dann wahrscheinlich ziemlich erdrückend wird. Außerdem lege ich Wert darauf, dass mich mein nächster Chef schätzt und nicht schon beim ersten Gespräch mit Herablassung auf mich reagiert. Ich sitze also weiter hier fest und warte nun auf die sicher kommende Absage.
Viele Grüße
pinkie
 
CosimaZ  03.12.16, 13:36, Beiträge: 158
Hallo,
nach meiner Erfahrung wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Warte ab, vielleicht wird es ja.
Das Du noch rund 3 Jahre an den ÖD gebunden bist, ist unschön, aber vielleicht lässt sich da ja etwas machen, da du in deiner aktuellen Stelle entsprechend unzufrieden bist, dass du den Vertrag doch entsprechend zeitzig auflösen kannst. In solchen Situationen lasse ich nichts unversucht, weil ich möchte, dass es MIR besser geht.
Ich hatte auch mal im ÖD gearbeitet und für mich dann festgestellt, diese Welt ist nichts für mich. Daher wechselte ich wieder in die freie Wirtschaft. Einen Versuch ist es definitiv wert. Aber lass dir Zeit, sieh dir, egal wo, genau den potentiell neuen AG an und auch die offerierten Aufgaben.
Viele Grüße Cosima



Zitat:
Original geschrieben von pinkie1234
Danke schön.
Die Stelle wurde nun ganz offiziell ausgeschrieben. Jetzt heißt es abwarten. Die Entscheidung soll angeblich sehr schnell fallen, da bereits zum 1. Dezember angefangen werden soll... Fertig macht mich allerdings das Anforderungsprofil das neu ausgearbeitet würde, so verlangen sie verhandlungssicheres Englisch, was ich definitiv nicht zu bieten habe. Auch der Berg an Arbeit, den die Vorgängerin hinterlässt, schüchtert mich grade total ein...

 
tina-c  23.11.16, 11:12, Beiträge: 244
Lass dich nicht fertig machen durch das neue Anforderungsprofil. Hast du dich mal erkundigt, ob dort verhandlungssicheres Englisch wirklich auch angewendet wird? Oft stehen die Englischkenntnisse zwar im Profil, werden aber tatsächlich gar nicht benötigt. Gerade wenn es sich um ne interne Bewerbung handelt, dürfte es doch kein Thema sein, mal nachzufragen. Einfach so, aus Interesse. Und der Berg an Arbeit sollte dich auf keinen Fall abschrecken. Jeder Mensch hat doch so seine Methoden und was für den einen "ein Haufen Arbeit" ist, ist für den anderen "Pippifax" ... so erlebe ich das jedenfalls gerade mal wieder. Mein Kollege gerät völlig in Panik und Stress, wenn das Telefon klingelt, gleichzeitig Besuch kommt und dann der Chef noch was will ... Für mich ist das fast ein Träumchen, wenn alle gleichzeitig was wollen.
 
pinkie1234  22.11.16, 13:28, Beiträge: 16
Danke schön.
Die Stelle wurde nun ganz offiziell ausgeschrieben. Jetzt heißt es abwarten. Die Entscheidung soll angeblich sehr schnell fallen, da bereits zum 1. Dezember angefangen werden soll... Fertig macht mich allerdings das Anforderungsprofil das neu ausgearbeitet würde, so verlangen sie verhandlungssicheres Englisch, was ich definitiv nicht zu bieten habe. Auch der Berg an Arbeit, den die Vorgängerin hinterlässt, schüchtert mich grade total ein...
 
pegattac  21.11.16, 14:11, Beiträge: 364
Hallo Pinki,
ich drück dir ganz feste die Daumen.
 
tina-c  18.11.16, 13:14, Beiträge: 244
pinkie1234 ... ich drücke dir die Daumen für die Stelle ... liest sich ja auch wild, was du da durchmachst ... Das gute an großen Firmen und auch im öffentl Dienst ist ja, dass man sich intern versuchen kann, etwas zu suchen. Klar weiß ich auch von Freunden, dass es derzeit im öffentl Dienst schwer ist mit internen Versetzungen.
Grundsätzlich kann ich sagen, dass es auch "Draußen" jede Menge unbefristeter Stellen gibt und die Welt gar nicht so übel da ist. Ich war selbst einige Jahre im ÖD, hatte dort intern leider gar keine Möglichkeiten und bin dann weg. Eine wirkliche Sicherheit auf einer Stelle hat man heutzutage nicht mehr. Ich war nach dem ÖD 12 Jahre in einer großen Bank ... hielt man auch für sicher ... da kam dann auch die Kündigungsflut. Ich war wenige Monate vorher weg, meine Stelle hätte es auch getroffen ... Geschenke für die Frauen der Chefs besorgen kenne ich ja, aber babysitten? Gut, dass sich das erledigt hat. Ich würde nie für das Kind des Chefs die Verantwortung übernehmen wollen.
Die Sache mit dem Mobbing-Protokoll kann ich dir auch nur ans Herz legen. Ich hatte ja Bore-out und wurde gemobbt. Hab mich im Nachhinein geärgert, dass ich keines geführt hab. Es dauert eben auch, eh man wirklich registriert, dass es sich schon um Mobbing handelt ... angangs denkt man, der Chef hat nen schlechten Tag ... irgendwann merkt man, dass es Mobbing ist ...
 
pinkie1234  18.11.16, 11:28, Beiträge: 16
Hallo,
das Kinder hüten hatte sich diese Woche recht schnell erledigt, da das Kind nicht so wollte wie mein Chef :-)
Habe es heute endlich geschafft und mich auf eine andere Stelle hier an der Uni beworben. Die jetzige Sekretärin dort hat mich auch bei ihrem Chef empfohlen (den Chef kenne ich ebenfalls, weil man immer mal wieder zusammenarbeit)
Mal schauen ob das was wird :-)
Viele Grüße
pinkie
 
pegattac  14.11.16, 15:41, Beiträge: 364
Also Pinki du arbeitest an einer Uni, wirst also durch öffentliche Gelder bezahlt und sollst für deinen Chef privat Kinder hüten???
Das müsste auch für ihn arbeitsrechtliche Konsequenzen haben, wenn es rauskommt oder?
Vielleicht kannst du es mit einem dezenten Hinweis darauf ja doch ablehnen. Nicht dass du ihn verpetzen willst, aber irgenwie kommt so etwas immer raus. Du musst ja nur mit dem Kind von deinem Chef beim Spazierengehen gesehen werden, oder irgendjemand fragt, wo du bist...
 
mh-mona-lisa  14.11.16, 11:25, Beiträge: 25
Ich kann dir nur den Tip geben, mal pro Forma, den Personalrat zu befragen. Was halten die wohl von der Situation. Es gibt doch mit Sicherheit noch eine Person, der deinem "Chef" vorsteht, oder? Das klingt irgendwie schwer nach Mobbing, was da läuft. Mach auf jeden Fall ein sogenanntes "Mobbing-Protokoll", mit allen Daten, die wichtig sind. So hast Du auf jeden Fall schon mal etwas schriftlich, was Du im Fall der Fälle zur Unterstützung vorlegen kannst.
Wenn es gar nicht anders geht, geh zu dem Arzt deines Vertrauens und lass dich dort beraten. Du wirst sonst, falls du es noch nicht bist, krank, durch diese Sache.
 
pinkie1234  14.11.16, 11:17, Beiträge: 16
Hallo,
darf ich mich evtl. kurz mal ausheulen? Grade hat mir mein Chef eröffnet, dass ich diese Woche Vormittag mal 1-2 Stunden babysitten soll, weil er und seine Frau ja arbeiten müssen....
Ich liebe Kinder, habe selbst eine Tochter, also bitte nicht falsch verstehen.... aber ich finde das echt nicht mehr zumutbar, was der hier derzeit betreibt. Ich bekomme keinerlei hochwertige Arbeit mehr, nur noch Ablage und Korrekturlesen und das 0 8 15 Tagesgeschäft, aber auf sein Kind soll ich aufpassen??? Ich fühl mich hier grade echt verarscht...
Nein sagen ist natürlich auch keine Option, wenn man hier weiterhin klar kommen soll :-(
Viele Grüße
pinkie
 
Etoblau  Krone Krone Krone11.11.16, 14:26, Beiträge: 9050
Dann musst Du wirklich für Dich entscheiden, ob Du die Zeit "aushältst" oder die Unsicherheit einer Befristung auf Dich nimmst. Möglicherweise lässt sich ja im Vorfeld beim zukünftigen Vorgesetzten schon etwas in Erfahrung bringen, aber das ist ja auch nie sicher.
 
pinkie1234  10.11.16, 10:44, Beiträge: 16
Hallo,
ja ich habe bereits mit einem Mitglied des Personalrats gesprochen und er meldet sich, sobald er was von einer entsprechenden Stelle hört. Er hat aber auch gleich gemeint, dass ich sehr viel Geduld bräuchte, weil man diese Stellen nur sehr selten aufschreibt und derzeit meist junge Leute drauf sitzen.
Ist halt sehr zermürbend.
Lg pinkie
 
Etoblau  Krone Krone Krone09.11.16, 14:26, Beiträge: 9050
Hast Du schon mal Euren Personalrat konsultiert? Eventuell wissen die ja, welche Stellen in absehbarer Zeit frei werden. Wenn Du auf eine Stelle nachfolgst, die wegen des Renteneintritts des bisherigen Stelleninhabers frei wird, dann stehen die Chancen auf Entfristung sehr gut.
 
mh-mona-lisa  09.11.16, 11:28, Beiträge: 25
Hallo pinkie1234,
nur nicht die Geduld verlieren. Vielleicht gibt es ja eine Ausschreibung bei Euch, die in der jetzigen Einstufung ist. Dann dort hin bewerben. Wenn Du deine Fortbildung beendet hast, sieht das evtl. wieder ganz anders aus. Es gibt immer mal wieder Stellen, die "angeblich" zeitlich befristet sind und dann entfristet werden. Gerade bei unserer Abteilung hat eine Kollegin jetzt das Glück gehabt. Erst hies es, die Stelle ist zeitlich befristet, jetzt auf einmal wurde die Befristung weg genommen und sie kann bleiben.
Verzweifle nicht. Ich weiß, es hört sich schon blöd an, wenn ich das so sage, aber nach so langer Zeit, wie ich sie hinter mir habe, muss man so denken. Wenn sich eine Türe schließt, öffnet sich evtl eine andere oder ein schönes großes Fenster mit Aussichten.
Ich drücke dir sämtliche Däumchen.
 
pinkie1234  09.11.16, 11:00, Beiträge: 16
Hallo,
am Lehrstuhl ist es weiter sehr zäh und ich beschäftige mich mit Kleinigkeiten. Zwischenzeitlich war hier uni-intern eine andere Stelle ausgeschrieben, die mich sehr interessiert hätte, da sie auch in die gewünschte Richtung geführt hätte. Die Stelle wäre auch 3 Gehaltsstufen über meiner jetzigen Einstufung gewesen. Ich habe mich daraufhin mal bei der Personalabteilung erkundigt, wie es sich hier bei uns mit den ausgeschriebenen Befristungen verhält und jetzt kommt die große Enttäuschung: Meine Unbefristung kann ich nur behalten, wenn ich innerhalb meiner jetzigen Gehaltsstufe die Stelle wechseln würde. Da ich ja derzeit eine Fortbildung mache, strebe ich natürlich auch einen Aufstieg an, dieser ist nur möglich, wenn ich mich aus meiner sicheren Stelle raus auf eine befristete Stelle bewerbe. Hinzu kommt noch, dass die Art der Stellen, die ich mir von der Tätigkeit her super vorstellen könnte, immer nur befristet besetzt und verlängert werden. Für mich heißt das im Endeffekt: Entweder ich bleibe im Sekretariatsbereich kleben und genieße die Sicherheit, oder aber ich arbeite an meiner Karriere und lebe dafür dauerhaft in Unsicherheit, ob die Stelle im nächsten Jahr noch existent ist :-(
Sich extern bewerben und flüchten ist leider auch keine Option, da ich mich bis 2020 verpflichtet habe, an der Uni zu bleiben.
Die Demotivation steigt :-(
Viele Grüße
pinkie
 
Monki  06.10.16, 16:59, Beiträge: 224
Hallo, probiere es doch einfach mit Testbewerbungen. Dann bekommst du evtl. evtl. ein Gefühl, ob es dir "draußen" gefallen könnte. Vielleicht sind die Bedingungen ja auch besser. Bevor du weder Arbeitsvertrag noch Kündigung unterschrieben hast, ist alles noch unverbindlich. Musst natürlich hinterm Berg halten mit deiner Aktivität. ich drück dir die Daumen!
 
mh-mona-lisa  05.10.16, 07:52, Beiträge: 25
ThumbsUp
Hallo Pinkie,
ich kann Dein Problem nachvollziehen. Seit 38 Jahren arbeite ich an einer Hochschule. Damals noch in der Prüfungsverwaltung. Später dann in Fachbereichen. Durch Umstrukturierungen an der Hochschule ergaben sich immer mal wieder Zeiten, in denen ich überlegt habe, wie mache ich jetzt weiter. Es gibt, gerade an staatlichen Hochschulen, ständig neue Aufgaben und Ressorts. Wenn Dir die Aufgaben in der Verwaltung zusagen, würde ich eine Bewerbung wagen. Selbst wenn es (erst mal) zeitlich befristet sein sollte. Das steht oft so in den Ausschreibungen. Dann ändern sich die Voraussetzungen und es wird eine Dauerstelle daraus. Oder es ergeben sich, wie schon gesagt, in anderen Bereichen neue interessante Bereiche. Auch ich habe nach "Umbauten" im Fachbereich in eine andere Abteilung gewechselt und bin dort auch erst auf Zeit gewesen. Mittlerweile gehöre ich seit 6 Jahren fest dazu. Wenn Du dort eine unbefristete Stelle hast, findet sich immer eine gute interessante Position.
Viel Glück weiterhin.
 
pinkie1234  30.09.16, 20:24, Beiträge: 16
Hallo,
danke für euer Antworten. Habe seit gestern nochmal die ganze Situation durchdacht und auch ausführlich mit meinem Mann darüber diskutiert. Derzeit ist der Stand, dass ich versuche, das halbe Jahr bis zum Ende der Fortbildung noch irgendwie durchzuhalten und mir dann uni-intern eine passende unbefristete Stelle suche... Auf Dauer werde ich an dem Lehrstuhl scheinbar nicht glücklich werden, dies wurde mir heute wieder vor Augen geführt, als sich mein Chef sogar einen Brief selber schrieb, obwohl ich mal wieder Leerlauf hatte... Aus dem öffentlichen Dienst raus in die freie Wirtschaft wäre wahrscheinlich eher unklug, da ich ja bereits unbefristet angestellt bin und draußen wieder bei null anfangen müsste.
Viele Grüße
pinkie
 
CosimaZ  30.09.16, 18:34, Beiträge: 158
Hallo Pinkie,
ich denke, dass ich mich unter diesen Umständen weiter bewerben würde. Allerdings würde ich diese komfortable Situation nutzen und ganz in Ruhe suchen und mich nicht auf die erst beste Stellenausschreibung stürzen. Wenn, dann sollte es etwas mit Perspektive sein und nicht mit einer Befristung.
Letzendlich hast du die Wahl weiter im öffentlichen Dienst zu bleiben oder dich auch in der freien Wirtschaft umzusehen.
Ein schlechtes Gewissen, wegen der bezahlten Weiterbildung hätte ich nicht.
Gruß Cosima


Zitat:
Original geschrieben von pinkie1234
Hallo,
ich habe folgendes Problem: Ich arbeite an einer Universität als Sekretärin, eigentlich genau das, was ich immer machen wollte. Bin nun seit 2,5 Jahren an einem kleinen Lehrstuhl, an dem ich mich aufgrund der komplexen Aufgaben immer sehr wohl gefühlt habe. ...
Was denkt ihr?
Danke im Voraus...
Viele Grüße pinkie

 
tina-c  30.09.16, 10:55, Beiträge: 244
Zitat:
Original geschrieben von pinkie1234
Hab letztens aus Langeweile einen Bore-out Test im Netz gemacht, bei dem 80% Gefährdung rauskam, das fand ich dann doch erschreckend...


ICH hatte Bore-out ... vom Arzt diagnostiziert ... ich kann nur raten, erste Anzeichen wahrzunehmen und zu reagieren. Ich hab die Vertröstungen des Kollegen "Tina, warte mal, wenn das Projekt gekauft ist und läuft, haste viel zu tun" (wußte nur keiner, dass mein Chef dafür dann ein ganzes Team einstellt, inkl. Assistentin) anfangs geglaubt und mein Chef hat anfangs auch reagiert. Ich konnte verhindern, dass ein Student eingestellt wird, nur damit mir nicht noch das Wenige weggenommen wird. Nach 3 Jahren hab ich dann angefangen, mich umzusehen ... da hatte ich bereits Bore-out Symptome, aber nicht als solche wahrgenommen. Migräne, Rückenprobleme, Schwindel ... erst als die Panikattacken dazu kamen und die Krankschreibungen begann ich ne richtige Bewerbungsaktion ... Aus Erfahrung würde ich empfehlen, bewerbe dich auf die Stelle ... wenn Chefs zufrieden sind, vertrösten sie nur, weil sie einen ja behalten wollen.
 
AtomicKitten  Krone30.09.16, 07:49, Beiträge: 1541
Also auf die Meinung des Chefs würde ich nicht unbedingt viel Wert legen, auch wenn er die Fortbildung finanziert hat. Du musst für dich sehen, wie du weiter kommst. Wenn es hart auf hart kommt (zB Personalentlassung) würde er sicherlich auch keine Rücksicht nehmen. Elternezeitvertretung ist nur leider nicht unbedingt was dauerhaftes. Vielleicht solltest du überlegen, dich in der freien Wirtschaft zu bewerben.
 
Letzte Änderung: 30.09.16, 08:53
pinkie1234  29.09.16, 16:09, Beiträge: 16
Nun, mit Unterstützung von ihm kann ich hierbei nicht rechnen. Im Gegenteil, als ich mit dem Fachwirt anfing, hieß es noch 'aber nicht dass du hinterher gleich wo anders hin gehst'...
Hab letztens aus Langeweile einen Bore-out Test im Netz gemacht, bei dem 80% Gefährdung rauskam, das fand ich dann doch erschreckend...
Bin halt auch hin und her gerissen weil das andere nur eine Vertretung ist. Es wäre zwar aufgrund meiner unbefristeten Anstellung nicht bedrohlich, aber halt auch wieder unsicher was danach kommt.
 
Etoblau  Krone Krone Krone29.09.16, 14:58, Beiträge: 9050
Persönliche Bindungen und daraus resultierende Ressentiments haben sich in den wenigsten Fällen positiv auf die Karriere ausgewirkt...
Weiß Dein Chef, dass Du die Arbeiten, die er sich ausgedacht hast, als sinnbefreit ansiehst?
Und möchtest Du mit ihm darüber sprechen, dass Du trotz seiner ehrenwerten Bemühungen nicht ausgelastet bist? Wenn Du ein besseres Gefühl dabei hast, dann tu es und sag ihm, dass Du mit dem Gedanken spielst, Dich auf die in der Verwaltung ausgeschriebene Stelle zu bewerben. Möglicherweise unterstützt er Dich in Deinen Bemühungen.
Angesichts der Lage würde ich mich an Deiner Stelle aber in jedem Fall bewerben. Denn es kann ja sein, dass Dein Chef einen anderen Lehrstuhl an einer anderen Hochschule übernimmt und Du dann dort sitzt, kaum Arbeit und dazu noch einen Chef hast, mit dem Du nicht so gut klar kommst.
 
pinkie1234  29.09.16, 14:10, Beiträge: 16
Zitat:
Original geschrieben von pinkie1234
Hallo,
ich habe folgendes Problem: Ich arbeite an einer Universität als Sekretärin, eigentlich genau das, was ich immer machen wollte. Bin nun seit 2,5 Jahren an einem kleinen Lehrstuhl, an dem ich mich aufgrund der komplexen Aufgaben immer sehr wohl gefühlt habe. Mit dem Chef pflege ich ein sehr gutes kollegiales Verhältnis. Nun ist es allerdings so, dass ich seit mehreren Monaten immer weniger zu tun habe. Ich habe das mehrfach beim Chef angesprochen, worauf er sich irgendwelche unnötige Dinge ausgedacht hat, die hinterher nie wirklich benötigt wurden. Langsam aber sicher drückt mit das Ganze ziemlich auf s Gemüt. Aktuell habe ich ihn nur noch indirekt auf den Arbeitsmangel hingewiesen, worauf null Reaktion folgte. Jetzt habe ich heute gesehen, dass in der Verwaltung eine sehr interessante Stelle ausgeschrieben ist, bei der ich auch meine derzeitige Fortbildung schwerpunktmäßig gut gebrauchen könnte... Nun bin ich hin und her gerissen, ob ich den Wechsel evtl wagen sollte, wobei ich ein absolut schlechtes Gewissen hätte, denn der jetzige Chef hat die Fortbildung zum Teil finanziert.... Gleichzeitig habe ich Angst, dass ich die nächsten Jahre an dem Lehrstuhl versauere wenn ich nicht flüchte. Nachteil an der ausgeschrieben Stelle ist leider, dass es vorerst eine Elternzeitvertretung ist, wohin man hinterher kommt, steht in den Sternen. Allerdings sind Stellen in der Verwaltung rar. Was denkt ihr?
Danke im Voraus...
Viele Grüße pinkie

 
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